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Bericht Wandertag 2017 Badische Zeitung  Ausgabe Stadt - Ost

Beim 39. Wandertag in Kappel war das Wetter fast zu gut (veröffentlicht am Di, 30. Mai 2017 auf badische-zeitung.de)

Generalversammlung Heimatpfadt 2017  

Verein Heimatpfad fährt Sparkurs (veröffentlicht am Fr, 28. April 2017 auf badische-zeitung.de)

Berichte über den Mühlentag und Generalversammlung Heimatpfad 2016

Die neue Kundenmühle ist eingeweiht (veröffentlicht am Di, 17. Mai 2016 auf badische-zeitung.de)
Premiere für die neue Mühle (veröffentlicht am Fr, 13. Mai 2016 auf badische-zeitung.de)
Heimatpfad wird attraktiver (veröffentlicht am Do, 21. April 2016 auf badische-zeitung.de)

Spende an den Heimatpfad 2016

Susanne Janoff, Manfred Barhofer bei der Scheckübergabe an Vorstandschaft des Heimatspfad Herrn Bürgermeister Haberstroch und Herrn Bürgermeister Tatsch sowie Kassierer Herrn Schuler
Heimatpfad wird attraktiver (veröffentlicht am Do, 21. April 2016 auf badische-zeitung.de)

Spende an den Heimatpfad

Heimatpfadverein erhöht den Beitrag (veröffentlicht am Mi, 06. Mai 2015 auf badische-zeitung.de)

Bericht Badische Zeitung vom 17. 09. 2013

Wenn Kappel schlemmt, wird’s deftig

 

Die neue, aufwändig restaurierte Feldküche der Wandergruppe Schauinsland hatte am Sonntag ihre erste große Bewährungsprobe.

KAPPEL. Von weitem kommt einem in Kappel der Geruch von warmem Mittagessen entgegen. Erst schwach, dann immer stärker. Die Wandergruppe Schauinsland Freiburg-Kappel kocht vor der Festhalle an der Moosmattenstraße Schlachtplatte mit Bauch, Püree und Kraut und natürlich mit dicken Blut- und Leberwürsten. Deftiger geht’s kaum. Der Anlass fürs Schlachtplatte-Essen: die neue Feldküche. Die hat der Verein vor zwei Jahren gebraucht gekauft und in unzähligen Arbeitsstunden auf Vordermann gebracht. "Von außen hat sie gut ausgesehen", erinnert sich Manfred Barhofer, der Vorsitzende des Vereins, "aber als wir sie hier dann auseinandernahmen, mussten wir feststellen, dass in ihrem Inneren der Rost saß." Gebaut wurde die Feldküche bereits in den sechziger Jahren. Die Oberkircher Firma Progress-Werke hatte sie hergestellt, um bei der Bundeswehr damit vorstellig zu werden. Nur – die entschied sich für ein anderes Modell, mit der Folge, dass das Einzelstück auf dem Firmenareal ungenutzt vor sich hin alterte. Als der Vereinsvorstand sie auf einer Auktionsplattform im Netz entdeckte, war er sofort begeistert. "Unsere alte Küche war zwar urig, aber unpraktisch", so Barhofer. Nur ein Traktor konnte sie zum Einsatzort bringen. Der Nachfolger lässt sich auch von einem Pkw ziehen. Außerdem hatte die Alte kein Dach und ließ sich ausschließlich mit Holz und Kohle befeuern. Barhofer: "Da musste man höllisch aufpassen, dass das Essen nicht schwarz wurde." Immer seltener sei sie zum Einsatz gekommen. Eine neue musste her, um auch künftig bei Vereinsveranstaltungen kochen zu können.

Doch neu ist relativ: Bevor auf ihr gekocht werden konnte, musste die "neue" Feldküche erst in alle Einzelteile zerlegt werden. Alles, was rostig war, kam raus und wurde durch neue Bleche ersetzt. Da habe es schon den ein oder anderen verzweifelten Moment gegeben, gibt Barhofer offen zu. Davon ist am Sonntag nicht mehr viel zu spüren. In grüner Schürze steht der Vorsitzende zufrieden an der Küche, schneidet das Bauchfleisch in Scheiben und lässt sich immer mal wieder von den eintrudelnden Bekannten zu dem neuen Schmuckstück gratulieren, in dem – so Vereinsmitglied Wolfgang Eichner – "wahnsinnig viel Arbeit steckt". Und viel Geld: 2000 Euro kostete allein die Anschaffung der Küche, und weitere 2000 Euro musste der Verein in ihre Reparatur stecken. Zum Glück gab es einen Sponsor: Die Metzgerei Linder aus Glottertal hat rund die Hälfte der Gesamtkosten übernommen.

Bis zu 250 Personen kann die neue Vereinsküche versorgen. Am Sonntag dampft es aber nur für 150 Leute aus den Kesseln. Barhofer und sein Koch-Team haben eher vorsichtig kalkuliert – des Wetters wegen. Alles in allem hat es zehn Stunden gedauert, bis das Fleisch vorgekocht, das Sauerkraut zubereitet und die Kartoffeln zerstampft und mit dem Püree-Pulver verrührt waren. Und: Schmeckt’s? "Gut, sehr gut", bestätigt Günter Frey, der im "Kappler Blättle" über das Schlachtplatten-Essen gelesen hatte und unbedingt dabei sein wollte. Denn Frey ist von Beruf selbst Metzger. "Nein, dass auf einer Feldküche gekocht wurde, hat man nicht geschmeckt", sagt er. Und fügt noch an: "Wenn man diese Qualität auch in Gasthäusern bekommen würde, wäre viel gewonnen." Gegen halb drei, als die Feldküche schließt, liegen nur noch zehn Portionen in den Kesseln. Kappel hat es geschmeckt. Die Neuauflage des Schlachtplatte-Essens ist übrigens schon terminiert: Sonntag, 21. September 2014.

 

DIE FELDKÜCHE IN ZAHLEN

 

 

Die Feldküche der Wandergruppe Schauinsland ist ein Unikat mit freihängendem Dach und bringt in leerem Zustand 1250 Kilo auf die Waage. Sie hat vier Kessel, zwei große und zwei kleine. Die großen Kessel haben ein Fassungsvermögen von je 120 Litern, die kleinen von je 50 Litern. Unter den kleinen Kesseln, die auch als Bratpfannen genutzt werden können, sind zwei Backöfen. Die Kessel sind doppelwandig. Die innere Wanne wird von einem Thermo-Öl umgeben, so dass nichts anbrennen kann. Betrieben wird die Küche mit vier Gasbrennern.  

 

Feldküche im Einsatz beim Schlachtplatte Essen
Bericht Dreisamtäler vom 11.09.2013

Schönster Wanderweg Deutschlands 2012 gewählt

 



Deutschlands schönster Wanderweg 2012

"Erlebnis - Panorama - Natur pur"

Wandergruppe Schauinsland Freiburg-Kappel e.V.

 

Der Permanente Wanderweg "Erlebnis - Panorama - Natur pur" mit Start in Oberried bei Freiburg im Breisgau ist nach Meinung der Wanderer und einer eingesetzten Fachjury der schönste DVV-Wanderweg. Er führt auf den "Schauinsland", den Freiburger Hausberg und bei schönem Wetter genießen Wanderer herrliche Aussichten zu den Vogesen, zur Hornisgrinde und in die Alpen. Das Besondere: Die Wanderung kann auch mit einer Fahrt in Deutschlands längster Kabinen-Umlauf-Seilbahn (3600 Meter) begonnen werden. Los geht es dann in der Talstation Horben. Eine zweite Startmöglichkeit gibt es am Hotel Halde, dass in 1284 Metern Höhe liegt und mit dem Auto oder dem Bus zu erreichen ist.
 

Die Wanderung kann auch mit einer Fahrt in der Kabinenseilbahn begonnen werden.
 
Herrliche Aussichten bietet der Schauinslandturm. Vor uns liegen die Schweizer Alpen, der Belchen, Feldberg, Kandel und Kaiserstuhl, die Vogesen und natürlich Freiburg. Der Schauinslandturm hält, was der Name des Wanderwegs verspricht: Erlebnis - Panorma - Natur pur.
 Der Weg führt hinab zum Sonnenobservatorium. Der Wanderer begegnet Skulpturen und Info-Tafeln. Er sieht das Kappler Tal.
 Das Bauernhofmuseum Schniederlihof gibt Einblicke in die Lebensgewohnheiten früherer Zeiten. Genießen Sie hier den herrlichen Blick auf das idyllische gelegene Bergdorf Hofsgrund.
 Beachten Sie die Wundbuchen des Schauinslandes. Auch die weitere Wegstrecke bis zum Ziel ist durch Fernblicke und Panoramen gekennzeichnet. Sie sehen das Bergwerksmuseum und den Freizeitpark Steinwasen.
 
Nachdem der DVV-Kurier in seiner Ausgabe 9-10/2012 die Auslobung für den schönster Wanderweg vorgenommen hatte, erhielt die Redaktion 182 Einsendungen von Wanderern, die sich für den Weg "Erlebnis - Panorama - Natur pur" aussprachen. Ein beeindruckendes Votum. Um möglichst viele Wanderer an der Nominierungsphase zu beteiligen, wurde die Aktion auch im DVV-Internet ausgeschrieben und auch dort konnte man seine Stimme abgeben.
 
Die Frage nach dem schönsten Wanderweg geht natürlich mit einer subjektiven, persönlichen Einschätzung einher. Jeder Wanderer hat hier seine eigene Meinung. Das liegt in der Natur der Sache. Aus diesem Grund wurden in der Nominierungsphase insgesamt 39 Wanderwege benannt. Alle haben fraglos ihre Reize und Besonderheiten.
 Doch die Fachjury unter der Leitung von Jost Neßhöfer, Chefredakteur DVV-Kurier, und Ditmar Jäger, DVV-Vizepräsident, beschränkte sich bei der Prämierung gemäß den ausgelobten Bedingungen auf die 5 Wanderwege mit den meisten Nominierungen in Homberg/Ohm (HE), Oberried/Horben (BW, Stegen (BW), Freiburg (BW) und Kirchen/Sieg (RP).
 
Alle Wege wurden von der Fachjury mit einem Bewertungsbogen mit zahlreichen Kriterien erwandert, z.B. Bodenbelag, Wegführung, Wald, Flur, Aussichten, Gewässer, Geologie, Landschaftsidylle, Flora und Fauna, Bebauung/Ortsbild, historische Bauwerke und Monumente, Start- und Ziellokalität, Beschilderung, Ruhemöglichkeiten, Abwechslungsreichtum, Pflegezustand und mehr.
 
Die Platzierten erhalten seitens des DVV ein Zertifikat. Im Jahr 2013 wird die Auslobung von Deutschlands schönstem Wanderweg, ggf. mit ergänzenden Modalitäten, wiederholt.
 
Deutschlands schönster Wanderweg
 Platzierungen
 Platz 1: "Erlebnis-Panorama-Natur pur", Oberried/Horben, Wandergruppe "Schauinsland" Freiburg-Kappel e.V. (BW)
 Platz 2: "Sagenhafte Schächerbachtour", Homberg (Ohm), Wanderfreunde Hatzbachtal 1982 e.V. Stadtallendorf (HE)
 Platz 3: "Kapellenweg durch das Dreisamtal", Stegen, Wandergruppe Stegen e.V. (BW)
 Platz 3: "Auf den Pfaden der alten Druiden", Kirchen/Sieg, Wanderfreunde "Siegperle" e.V.
 Die dritte Platzierung wurde seitens der Fachjury gleichwertig zweigeteilt  vergeben.
 

 

Dreisamtäler Zeitung Ausgabe 05.12.2012
Badische Zeitung Freiburg Ausgabe 08.12.2012
Badische Zeitung Dreisamtal Ausgabe
Bericht Badische Zeitung StadtteileAusgabe

Wir waren dabei beim Helfen und mit unseren Zelten.

Badische Zeitung Ausgabe Dreisamtal

Pressebericht Badische Zeitung 25.01.2011 Ausgabe Ost

Zum Drei-Generationen-Wandern kam Großfamilie Schuler (links). Rigobert Müller sammelt eifrig Stempel und „Auszeichnungen“. Foto: thomas kunz

Siegrid Horn stempelt. Sie stempelt den ganzen Tag, wahrscheinlich noch bis zum späten Nachmittag. Jetzt ist es Sonntagmorgen, die Turnhalle der Schauinsland-Grundschule füllt sich langsam mit rotgesichtigen Menschen in Wanderklamotten, und aus dem Lautsprecher dudeln Schlager. Ein Rückkehrer nach dem anderen reicht Siegrid Horn sein Heftchen, in das sie ihren Stempel setzt. Schließlich soll jeder eine Erinnerung an diesen Tag haben: den Winterwandertag in Kappel.

Die Bewegung ist routiniert – Siegrid Horn stempelt schon viele Jahre. Seit 1986 ist sie in der Wandergruppe Schauinsland Freiburg-Kappel aktiv. "Ich habe kaputte Knie, da kann ich nicht mehr so viel Laufen, also übernehme ich das", sagt die 71-Jährige. Welchen Stempel sie benutzt, richtet sich nach den gelaufenen Kilometern. Heute gibt es eine Strecke von fünf und eine von zehn Kilometern Länge, beide starten und enden in der Turnhalle. Welche Tour die Wanderer gewählt haben, sieht Siegrid Horn an den Startkarten, die die Teilnehmer sich vor der Wanderung für 1,50 Euro gekauft haben. Ist der Stempel von zwei Streckenposten darauf, waren es zehn Kilometer, bei einem Stempel fünf. Es gab Jahre, da hat sich Siegrid Horn vom Stempeltisch zurückgezogen. "Ich war sauer, weil so viele versucht haben, zu schummeln, vor allem die älteren Männer", erklärt sie, "manche wollen sich Stempel für mehr Kilometer erschleichen, als sie gelaufen sind." Da machte sie nicht mit.

Aber so kilometergierig sind nicht alle. Eddy Müller aus Straßburg hat sein Streckenheftchen gar nicht erst mitgenommen. Dabei ist er einer von den Schnellen: Der Tag hat gerade erst angefangen, und er ist schon fertig mit seinen zehn Kilometern. "Ich habe vergessen, das Heft einzupacken, aber es ist mir auch nicht so wichtig", sagt der 58-Jährige. Für ihn und seinen Bruder Rigobert, 60, ist die sonntägliche Wanderung eine feste Institution, und zwar bei jedem Wetter. Als Erinnerung holt sich jeder der Brüder eine kleine Hexe ab. Die sitzt auf einem Schlitten und wird in diesem Jahr als Auszeichnung verliehen, in Rot, Blau oder Orange. 2,30 Euro Aufpreis ist die Figur den beiden wert, obwohl Eddy sie ein bisschen seltsam findet. "Sieht doch ganz gut aus", entgegnet Rigobert, "meine Enkel werden sich freuen."

Zweieinhalb Kilometer entfernt und bei 20 Grad weniger stempelt Anneliese Feser im weißen Streckenposten-Zelt. Sie guckt ein bisschen verfroren. Wenn man sie fragt, wie viele Stempel sie heute schon verteilt hat, muss die 66-Jährige lachen: "Da zähle ich doch nicht mit."

Als kleine Stärkung zwischendurch gibt’s einen Becher Fleischbrühe


Da drängeln sich auch schon die nächsten Wanderer zu ihr ins Zelt: Familie Schuler aus Löffingen, die den Altersdurchschnitt kräftig nach unten drückt. Nelio, mit acht Monaten das jüngste Familienmitglied, fährt im Kinderwagen mit. Auch sein Cousin Robin (11) stellt eine Rarität am Wandertag dar. Dann sind da noch die Großeltern, Ewald und Hannelore Schuler, und ihre Tochter Martina, Nelios Mama. Für jeden gibt es einen Becher Fleischbrühe. Die dampft in einem großen Topf vor sich hin und ist kostenlos.

Opa Ewald Schuler ist Mitglied im SV Göschweiler. Das ist zwar ein Sport-, und kein Wanderverein, trotzdem machen er, seine Frau und andere Vereinsmitglieder jedes Jahr etwa 50 IVV-Wanderungen (siehe Info-Box) mit. Die meisten Wanderfreunde treffe man immer wieder, erzählen sie, und prompt kommt aus der anderen Zeltecke ein freudiger Gruß – man kennt sich.

"Fußball macht mehr Spaß", findet der elfjährige Robin zwar. Aber bei dem Sonnenschein, der heute das Dreisamtal durchflutet, begleitet er Opa und Oma gern. Von Kappel sind sie an der Dreisam entlang auf asphaltierten Wegen und ohne große Steigungen bis zur Brückmühle gelaufen, hier trennt sich die Fünf-Kilometer-Strecke und führt zurück nach Kappel. Die Zehn-Kilometer-Strecke geht über den Golfplatz weiter Richtung Zarten. Robin weiß, warum ältere Menschen so gern wandern: "Die kommen halt sonst nicht mehr so oft vor die Tür." Warum man zum Wandern einen Volkssportverband braucht, kann sein Opa besser erklären. "Es ist alles vorbereitet, auch das Essen", sagt er, "und es ist immer gut ausgeschildert." Wer die Einsamkeit sucht, ist beim IVV aber falsch. 1000 Teilnehmer werden sich heute insgesamt durchs Dreisamtal bewegen.

Zurück in der Halle stehen schwierige Entscheidungen an: Gulasch oder lieber Erbseneintopf mit Wienerle? Hannelore Schuler holt sich erstmal einen Stempel und schaut am Souvenirstand vorbei, wo Albert Huber, Landesvorsitzender des deutschen Volkssportverbandes, Sportabzeichen vergibt. Bei jeder fünfzigsten Teilnahme und alle 500 Kilometer winkt ein Abzeichen – vorausgesetzt man hat immer schön die Stempel gesammelt.

Auf 50 Jahre schätzt Manfred Barhofer, Vorsitzender der Kappeler Wandergruppe den Altersdurchschnitt bei der Veranstaltung. "Die jungen Leute gehen mit den Eltern mit, solange sie Kinder sind, dann hört es irgendwann auf", erzählt er. Doch er ist zuversichtlich: "Das Gute ist, dass sie irgendwann zurückkommen, weil sie sich erinnern, wie schön es früher war."  

Wandern mit System

 

 

Der Internationale Volkssportverband (IVV) setzt sich aus nationalen Volkssportverbänden zusammen. Er fördert gemeinsam veranstaltete sportliche Aktivitäten ohne Wettkampfcharakter, vor allem das Wandern. Im Deutschen Volkssportverband (DVV) sind rund 1000 Wandervereine mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern organisiert. Sie bieten an Wandertagen ausgeschilderte Rundkurse an und pflegen permanente Wanderwege. Die Wandergruppe Schauinsland Freiburg-Kappel hat zwei permanente Wege: einen Altstadtweg und einen Schauinsland-Höhenweg. Der Verein ist in Freiburg der einzige, der IVV-Wanderungen organisiert. Er hat 275 Mitglieder. Mehr Infos: http://www.wandergruppe-schauinsland.de www.dvv-wandern.de.  

willkommen dort wo unser Land am schönsten ist Informationen und Anregungen für die Gäste Sonderveröffentlichung Freiburger Stadtkurier Verlagsgesellschaft mbH.

Winterzeit 2009 Ausgabe Seite 1
seite 2

Bericht von Sahar F. Kratz

Bild Barhofer
Freizeitkurier Seite 2

 

11/2008
Ausgabe November 2008 - Freitzeitkurier

 

Jetzt kommt wieder die Zeit, in der morgens häufig die Nebelwolken über der Stadt hängen und uns manchmal den ganzen Tag nicht verlassen. Da ist es herrlich, wenn man immer mal wieder aus dem Dunst fliehen und die Stadt von oben betrachten kann. Und was ist da besser als eine Wanderung auf dem Schauinsland, Freiburgs Hausberg? Mit dem neuen Höhenweg, der Ende September eröffnet wurde, ist das auch gut möglich. Start und Ziel 1 ist die Talstation der Schauinslandbahn in Horben. Start und Ziel 2 befindet sich beim Hotel „Die Halde“ in Oberried- Hofsgrund. Wer mit der Schauinslandbahn anreist beginnt bei Ziel 1, wer mit dem Bus der SBG oder dem eigenen Auto anfährt, der startet bei Ziel 2.

Die Wanderstrecke wurde vom 1. Wanderwart des Vereins Wandergruppe Schauinsland Freiburg- Kappel e.V. Wolfgang Eichner zusammengestellt. Das Motto lautet Erlebnis - Panorama - Natur pur. An schönen Tagen lädt die herrliche Aussicht bis zu den Schweizer Alpen den Wanderer ein, Hast und Eile des Alltags zu vergessen und den weiten Blick zu genießen. Sehr schön ist auch die Aussicht auf den Feldberg oder auf die Stadt Freiburg.

Der neue Höhenwanderweg ist als Rundweg angelegt. Auf den 11 Kilometern gibt es drei Kontrollstellen, bei denen der Wanderer die Möglichkeit hat, einzukehren. Zu sehen gibt es viel auf dem neuen Höhenwanderweg: Da ist der Schauinslandturm, den man ersteigen kann, das Engländerdenkmal, oder der Schniederlehof, um nur einige Punkte zu nennen.

Der Höhenweg ist ohne größere Probleme begehbar. Die Wanderstrecke ist offen solange es die Wetterverhältnisse zulassen. Im Winter gibt es keinen Winterdienst. Daher ist der Höhenweg bei großer Schneelage geschlossen. Ausgeschildert mit dem Zeichen des Permanenten Höhenweg Schauinsland wurde der Rundwanderweg von Mitgliedern der Wandergruppe Schauinsland Freiburg-Kappel e.V.. Entrichtet man eine Startgebühr von 1,50 Euro, so erhält man eine Startkarte und eine Wanderkarte. Mit der Startkarte kann man die Kontrollstellen anlaufen und seine Karte abstempeln lassen. Wer dazu keine Lust hat, kann den Höhenwanderweg auch ohne Startkarte und Anlaufen der Kontrollstellen begehen. Die Strecke ist täglich zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr begehbar.

Neben dem neuen Höhenwanderweg auf dem Schauinsland hat der Verein Wandergruppe Schauinsland e.V. bereits vor einem Jahr wurde den permanenten historischen Altstadtwanderweg Freiburg mit einer Streckenlänge von 12 Km eröffnet.

Start und Ziel ist das Einkaufszentrum ZO Oberwiehre in der Schwarzwaldstr. 78 in Freiburg am Alten Messplatz. Besucher aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland sind begeistert von der Streckenführung. Der Wanderweg führt die Besucherinnen und Besucher am Waldsee entlang, über den Schloßberg und durch die Freiburger Altstadt mit ihren Bächle und Gässle. Dieser Weg ist das ganze Jahr über begehbar. Beginnen kann man hier um 9.00 Uhr, Zielschluß ist um 18.00 Uhr. Eine Startkarte und einen Streckenplan erhält man zu 1,50 Euro an der Shell Tankstelle in der Schwarzwaldstr. 42, 200 m unterhalb des Einkaufscenters ZO. Bei dieser Wanderung ist ein Streckenplan sinnvoll, da der genaue Wegverlauf in der Innenstadt nicht ausgeschildert werden konnte.

Weitere Informationen zur

Wandergruppe Schauinsland und zu den beiden Wanderwegen

erhalten Sie im Internet unter www.wandergruppe-schauinsland.de

Maike Busson-Spielberger, freie Journalistin

 

 

27.09.2008
Badische Zeitung

 

 

IM FRÜHTAU ZU BERGE

Eröffnung eines Rundwanderwegs auf dem Schauinsland

von unserer Mitarbeiterin Silke Mülherr

Wer als Wanderfreund neue Routen entdecken will, hat dazu ab Samstag vor den Toren der Stadt Gelegenheit: Auf dem Freiburger Hausberg Schauinsland wird ein neuer, permanenter Höhenweg eröffnet. Ins Leben gerufen und ausgeschildert hat den Rundweg die Wandergruppe Schauinsland Freiburg-Kappel. Die 11 Kilometer lange Strecke verspricht Aussichten in die Rheinebene, auf Freiburg und die umliegenden Berge des Kandel, Belchen, Blauen und auf den Feldberg. Bei schönem Wetter seien auch die Schweizer Alpen zu sehen, berichtet Manfred Barhofer, erster Vorsitzender der Wander­gruppe.

"Einen gut ausgeschilderten Rund­wanderweg, bei dem die Leute genau wissen, wo sie am Ende wieder rauskommen, das gab es bislang noch nicht auf dem Schauinsland", be­gründet Barhofer die Eröffnung des neuen Wegs im Naturpark. Bei der Auswahl der Route habe sich der Wanderwart des Vereins, Wolfgang Eichner, vom selbstgewählten Motto leiten lassen: "Erlebnis - Panorama - Natur pur" heißt es deshalb auch auf den Wegweisern. Die Wanderung könne beispielsweise mit einer Seilbahnfahrt auf den Schauinsland begonnen werden, "und das ist doch schon ein echtes Erlebnis", findet Manfred Barhofer. Ein herrliches Panorama bietet sich Wanderern unterwegs unter anderem vom Schauinslandturm. Auf der Weg­strecke liegt auch der Schniederlihof, ein Heimatmuseum, das derzeit samstags und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr besichtigt werden kann. Unterwegs bestehen zudem mehrere Einkehrmöglichkeiten. Außerdem können Wanderer an ausgewählten Kontrollpunkten Stempel für ihr Kilometerheft bekommen.

Es gilt einige Hürden zu nehmen, bevor ein Wanderweg eröffnet werden kann. Befürwortet werden muss solch ein neuer Weg zunächst einmal von der betroffenen Gemeinde, berichtet der Vereins­vorstand. Dann erteilt das Landrats­amt unter Umständen Auflagen für die Genehmigung: So durfte die Wandergruppe beispielsweise nur vorhandene Wege für die Strecken­führung nutzen. Noch eine weitere Bedingung stellte das Amt: Kühe entlang der Strecke dürfen weder gefüttert noch gestreichelt werden.

Der Schauinsland Höhenweg wird am Samstag, den 27. September, um 10 Uhr an der Bergstation der Seilbahn von Franz-Josef Winterhalter, Bürger­meister der Gemeinde Oberried, und dem Wanderverein Schauinsland feierlich eröffnet. Ab dann ist der Weg für eine Startgebühr inklusive Wanderkarte von 1,50 Euro immer zwischen 9 und 17 Uhr zugänglich. Einen Sondertarif bietet die Schauins­landbahn einmalig am Eröffnungstag an: Für 9,50 Euro gibt es eine Berg­ und Talfahrt einschließlich Wander­karte. Wer lieber mit dem Südbaden­bus (SBG-Linie 7215) oder dem Auto anfährt, kann die Rund­wanderung auch am Hotel "Halde" in Hofgrund/ Oberried beginnen. Dort geht es allerdings schon um 9.30 Uhr los, Mitglieder der Wandergruppe Schauinsland warten am Samstag vor dem Hotel auf entdeckungslustige Mitwanderer.

 

www.Badische-Zeitung.de

17.09.2007 Wandergruppe Schauinsland e.V.

Auf neuen alten Wegen
Auf dem Altstadtwanderweg zeigt sich Freiburg von seiner schönsten Seite
Wir kennen uns aus in Freiburg. Das glauben wir zumindest, als wir uns anschicken, den zwölf Kilometer langen, jederzeit gangbaren Altstadtwanderweg durch Freiburg in Angriff zu nehmen. Aber die Wanderung bietet nicht nur Touristen neue Ein- und Ausblicke auf Freiburg, selbst Einheimische entdecken noch Unbekanntes.

Wir starten am Zentrum Oberwiehre (ZO), wo wir uns erst einmal wundern, dass wir die für die Wanderung benötigte Karte von einer netten Fleischfachverkäuferin ausgehändigt bekommen. Eine Wanderung, die bei einer Metzgerei beginnt - ein Schelm, wer da an Vesper denkt. Ein wenig verwirrt durch den Startpunkt gehen wir los in Richtung Shell-Tankstelle auf der Schwarzwaldstraße, dann nach links zum Gasthof Schützen und schon nach wenigen Hundert Metern klingt das Brummen der Automotoren nur noch gedämpft, bis es nach der Überquerung der Bahnlinie fast ganz verschwindet. Und schon befinden wir uns im Naherholungsgebiet Deicheleweiher. Das Wasser funkelt beinahe ebenso grün wie die Bäume, die das Ufer säumen.

Etliche Erhohlungbedürftige haben sich hier eingefunden, um sich in der Stille zu entspannen. Doch für uns heißt es weiter, immer weiter, schließlich sind wir gerade erst am Anfang unseres Weges. Über einen Waldweg erreichen wir den Waldsee, und beschließen, sogleich den ersten Halt einzulegen. Unser Tisch steht direkt am Wasser, amüsiert betrachten wir die Kinder, die sich in den kleinen Ruderbooten aufmachen, den See zu erkunden. Erneut heißt es aber: weiter, weiter!

Durch den Möslepark, unter der Schwarzwaldstraße auf Höhe der Stadthalle hindurch, dann über die Dreisam und rauf auf den Schlossberg, am Campingplatz vorbei. Wir erreichen auf bestens ausgeschilderten Wanderwegen den Kanonenplatz. Hier erwartet uns der bekannte herrliche Rundumblick: die Altstadt Freiburgs, mit ihren Toren und Türmen, ganz links das Dreisamtal mit Stegen und Kirchzarten, der Schönberg, auf der rechten Seite der Kaiserstuhl und bei schönem Wetter sogar die Vogesen. Rasch die Stufen hinunter und schon sind wir beim Greiffeneggschlössle, einem der schönsten Biergärten, die Freiburg zu bieten hat. Unter den jahrhundertealten Bäumen machen wir den nächsten Zwischenstopp und genießen ein kühles Bier.

Frisch gestärkt nehmen wir nun den Hauptteil der Wanderung in Angriff. Den Schlossberg hinunter, über den Mozartsteg Richtung Stadtgarten. Gerne würden wir hier nochmal Pause machen, denn es ist einiges los im Stadtgarten. Die Studenten haben Semesterferien, aber nicht nur sie haben den Weg in die grüne Lunge der Altstadt gefunden. Ob Familien mit Kindern, Rentner oder verschmuste Pärchen, hier trifft sich Freiburg, um abzuschalten und stadtnah Natur zu erleben.

Über den Karlssteg und den Karlsplatz wandern wir in die Freiburger Altstadt. Und hier brauchen wir jetzt endlich die Karte, denn in der historischen Altstadt ist Schluss mit den kleinen Schildern, die uns bisher den Weg gezeigt haben. Vorbei an der Synagoge und am Basler Hof geht's über die Kaiser-Josef-Straße zum Kartoffelmarkt. Wir gehen weiter in Richtung Unterlinden, bis wir das Colombischlössle sehen, das in einem idyllischen Park gelegene Museum für Ur- und Frühgeschichte. Am Stadttheater vorbei, sind wir auch schon mitten im Universitätsviertel der Stadt. Erneut überqueren wir die „Kajo" und erreichen über die Fischerau entlang des Gewerbekanals den Adelhauser Platz. Auch hier lädt ein kleines Restaurant zur Einkehr ein, aber wir werden nicht schwach, sondern machen uns am Museum für Moderne Kunst vorbei auf den Weg zur Hausbrauerei Feierling, wo das selbstgebraute Bier aus dem Hahn zischt. Hier machen wir Station.

Die Erfrischung haben wir verdient, ehe es zum kreuz und quer durch die Altstadt und ihren mehr oder weniger bekannten Sehenswürdigkeiten geht. Am Münsterplatz beginnt dann der Endspurt über den Schwabentorsteg, durch die Oberau und an der Maria-Hilf-Kirche vorbei zurück zum Konsumtempel ZO.

Claudia Kleinhans

 

 

 

Badische Zeitung 29.05.2007
Badische Zeitung 16.05.2007