11/2008
Ausgabe November 2008 - Freitzeitkurier

 

Jetzt kommt wieder die Zeit, in der morgens häufig die Nebelwolken über der Stadt hängen und uns manchmal den ganzen Tag nicht verlassen. Da ist es herrlich, wenn man immer mal wieder aus dem Dunst fliehen und die Stadt von oben betrachten kann. Und was ist da besser als eine Wanderung auf dem Schauinsland, Freiburgs Hausberg? Mit dem neuen Höhenweg, der Ende September eröffnet wurde, ist das auch gut möglich. Start und Ziel 1 ist die Talstation der Schauinslandbahn in Horben. Start und Ziel 2 befindet sich beim Hotel „Die Halde“ in Oberried- Hofsgrund. Wer mit der Schauinslandbahn anreist beginnt bei Ziel 1, wer mit dem Bus der SBG oder dem eigenen Auto anfährt, der startet bei Ziel 2.

Die Wanderstrecke wurde vom 1. Wanderwart des Vereins Wandergruppe Schauinsland Freiburg- Kappel e.V. Wolfgang Eichner zusammengestellt. Das Motto lautet Erlebnis - Panorama - Natur pur. An schönen Tagen lädt die herrliche Aussicht bis zu den Schweizer Alpen den Wanderer ein, Hast und Eile des Alltags zu vergessen und den weiten Blick zu genießen. Sehr schön ist auch die Aussicht auf den Feldberg oder auf die Stadt Freiburg.

Der neue Höhenwanderweg ist als Rundweg angelegt. Auf den 11 Kilometern gibt es drei Kontrollstellen, bei denen der Wanderer die Möglichkeit hat, einzukehren. Zu sehen gibt es viel auf dem neuen Höhenwanderweg: Da ist der Schauinslandturm, den man ersteigen kann, das Engländerdenkmal, oder der Schniederlehof, um nur einige Punkte zu nennen.

Der Höhenweg ist ohne größere Probleme begehbar. Die Wanderstrecke ist offen solange es die Wetterverhältnisse zulassen. Im Winter gibt es keinen Winterdienst. Daher ist der Höhenweg bei großer Schneelage geschlossen. Ausgeschildert mit dem Zeichen des Permanenten Höhenweg Schauinsland wurde der Rundwanderweg von Mitgliedern der Wandergruppe Schauinsland Freiburg-Kappel e.V.. Entrichtet man eine Startgebühr von 1,50 Euro, so erhält man eine Startkarte und eine Wanderkarte. Mit der Startkarte kann man die Kontrollstellen anlaufen und seine Karte abstempeln lassen. Wer dazu keine Lust hat, kann den Höhenwanderweg auch ohne Startkarte und Anlaufen der Kontrollstellen begehen. Die Strecke ist täglich zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr begehbar.

Neben dem neuen Höhenwanderweg auf dem Schauinsland hat der Verein Wandergruppe Schauinsland e.V. bereits vor einem Jahr wurde den permanenten historischen Altstadtwanderweg Freiburg mit einer Streckenlänge von 12 Km eröffnet.

Start und Ziel ist das Einkaufszentrum ZO Oberwiehre in der Schwarzwaldstr. 78 in Freiburg am Alten Messplatz. Besucher aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland sind begeistert von der Streckenführung. Der Wanderweg führt die Besucherinnen und Besucher am Waldsee entlang, über den Schloßberg und durch die Freiburger Altstadt mit ihren Bächle und Gässle. Dieser Weg ist das ganze Jahr über begehbar. Beginnen kann man hier um 9.00 Uhr, Zielschluß ist um 18.00 Uhr. Eine Startkarte und einen Streckenplan erhält man zu 1,50 Euro an der Shell Tankstelle in der Schwarzwaldstr. 42, 200 m unterhalb des Einkaufscenters ZO. Bei dieser Wanderung ist ein Streckenplan sinnvoll, da der genaue Wegverlauf in der Innenstadt nicht ausgeschildert werden konnte.

Weitere Informationen zur

Wandergruppe Schauinsland und zu den beiden Wanderwegen

erhalten Sie im Internet unter www.wandergruppe-schauinsland.de

Maike Busson-Spielberger, freie Journalistin

 

 

27.09.2008
Badische Zeitung

 

 

IM FRÜHTAU ZU BERGE

Eröffnung eines Rundwanderwegs auf dem Schauinsland

von unserer Mitarbeiterin Silke Mülherr

Wer als Wanderfreund neue Routen entdecken will, hat dazu ab Samstag vor den Toren der Stadt Gelegenheit: Auf dem Freiburger Hausberg Schauinsland wird ein neuer, permanenter Höhenweg eröffnet. Ins Leben gerufen und ausgeschildert hat den Rundweg die Wandergruppe Schauinsland Freiburg-Kappel. Die 11 Kilometer lange Strecke verspricht Aussichten in die Rheinebene, auf Freiburg und die umliegenden Berge des Kandel, Belchen, Blauen und auf den Feldberg. Bei schönem Wetter seien auch die Schweizer Alpen zu sehen, berichtet Manfred Barhofer, erster Vorsitzender der Wander­gruppe.

"Einen gut ausgeschilderten Rund­wanderweg, bei dem die Leute genau wissen, wo sie am Ende wieder rauskommen, das gab es bislang noch nicht auf dem Schauinsland", be­gründet Barhofer die Eröffnung des neuen Wegs im Naturpark. Bei der Auswahl der Route habe sich der Wanderwart des Vereins, Wolfgang Eichner, vom selbstgewählten Motto leiten lassen: "Erlebnis - Panorama - Natur pur" heißt es deshalb auch auf den Wegweisern. Die Wanderung könne beispielsweise mit einer Seilbahnfahrt auf den Schauinsland begonnen werden, "und das ist doch schon ein echtes Erlebnis", findet Manfred Barhofer. Ein herrliches Panorama bietet sich Wanderern unterwegs unter anderem vom Schauinslandturm. Auf der Weg­strecke liegt auch der Schniederlihof, ein Heimatmuseum, das derzeit samstags und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr besichtigt werden kann. Unterwegs bestehen zudem mehrere Einkehrmöglichkeiten. Außerdem können Wanderer an ausgewählten Kontrollpunkten Stempel für ihr Kilometerheft bekommen.

Es gilt einige Hürden zu nehmen, bevor ein Wanderweg eröffnet werden kann. Befürwortet werden muss solch ein neuer Weg zunächst einmal von der betroffenen Gemeinde, berichtet der Vereins­vorstand. Dann erteilt das Landrats­amt unter Umständen Auflagen für die Genehmigung: So durfte die Wandergruppe beispielsweise nur vorhandene Wege für die Strecken­führung nutzen. Noch eine weitere Bedingung stellte das Amt: Kühe entlang der Strecke dürfen weder gefüttert noch gestreichelt werden.

Der Schauinsland Höhenweg wird am Samstag, den 27. September, um 10 Uhr an der Bergstation der Seilbahn von Franz-Josef Winterhalter, Bürger­meister der Gemeinde Oberried, und dem Wanderverein Schauinsland feierlich eröffnet. Ab dann ist der Weg für eine Startgebühr inklusive Wanderkarte von 1,50 Euro immer zwischen 9 und 17 Uhr zugänglich. Einen Sondertarif bietet die Schauins­landbahn einmalig am Eröffnungstag an: Für 9,50 Euro gibt es eine Berg­ und Talfahrt einschließlich Wander­karte. Wer lieber mit dem Südbaden­bus (SBG-Linie 7215) oder dem Auto anfährt, kann die Rund­wanderung auch am Hotel "Halde" in Hofgrund/ Oberried beginnen. Dort geht es allerdings schon um 9.30 Uhr los, Mitglieder der Wandergruppe Schauinsland warten am Samstag vor dem Hotel auf entdeckungslustige Mitwanderer.

 

www.Badische-Zeitung.de

17.09.2007 Wandergruppe Schauinsland e.V.

Auf neuen alten Wegen
Auf dem Altstadtwanderweg zeigt sich Freiburg von seiner schönsten Seite
Wir kennen uns aus in Freiburg. Das glauben wir zumindest, als wir uns anschicken, den zwölf Kilometer langen, jederzeit gangbaren Altstadtwanderweg durch Freiburg in Angriff zu nehmen. Aber die Wanderung bietet nicht nur Touristen neue Ein- und Ausblicke auf Freiburg, selbst Einheimische entdecken noch Unbekanntes.

Wir starten am Zentrum Oberwiehre (ZO), wo wir uns erst einmal wundern, dass wir die für die Wanderung benötigte Karte von einer netten Fleischfachverkäuferin ausgehändigt bekommen. Eine Wanderung, die bei einer Metzgerei beginnt - ein Schelm, wer da an Vesper denkt. Ein wenig verwirrt durch den Startpunkt gehen wir los in Richtung Shell-Tankstelle auf der Schwarzwaldstraße, dann nach links zum Gasthof Schützen und schon nach wenigen Hundert Metern klingt das Brummen der Automotoren nur noch gedämpft, bis es nach der Überquerung der Bahnlinie fast ganz verschwindet. Und schon befinden wir uns im Naherholungsgebiet Deicheleweiher. Das Wasser funkelt beinahe ebenso grün wie die Bäume, die das Ufer säumen.

Etliche Erhohlungbedürftige haben sich hier eingefunden, um sich in der Stille zu entspannen. Doch für uns heißt es weiter, immer weiter, schließlich sind wir gerade erst am Anfang unseres Weges. Über einen Waldweg erreichen wir den Waldsee, und beschließen, sogleich den ersten Halt einzulegen. Unser Tisch steht direkt am Wasser, amüsiert betrachten wir die Kinder, die sich in den kleinen Ruderbooten aufmachen, den See zu erkunden. Erneut heißt es aber: weiter, weiter!

Durch den Möslepark, unter der Schwarzwaldstraße auf Höhe der Stadthalle hindurch, dann über die Dreisam und rauf auf den Schlossberg, am Campingplatz vorbei. Wir erreichen auf bestens ausgeschilderten Wanderwegen den Kanonenplatz. Hier erwartet uns der bekannte herrliche Rundumblick: die Altstadt Freiburgs, mit ihren Toren und Türmen, ganz links das Dreisamtal mit Stegen und Kirchzarten, der Schönberg, auf der rechten Seite der Kaiserstuhl und bei schönem Wetter sogar die Vogesen. Rasch die Stufen hinunter und schon sind wir beim Greiffeneggschlössle, einem der schönsten Biergärten, die Freiburg zu bieten hat. Unter den jahrhundertealten Bäumen machen wir den nächsten Zwischenstopp und genießen ein kühles Bier.

Frisch gestärkt nehmen wir nun den Hauptteil der Wanderung in Angriff. Den Schlossberg hinunter, über den Mozartsteg Richtung Stadtgarten. Gerne würden wir hier nochmal Pause machen, denn es ist einiges los im Stadtgarten. Die Studenten haben Semesterferien, aber nicht nur sie haben den Weg in die grüne Lunge der Altstadt gefunden. Ob Familien mit Kindern, Rentner oder verschmuste Pärchen, hier trifft sich Freiburg, um abzuschalten und stadtnah Natur zu erleben.

Über den Karlssteg und den Karlsplatz wandern wir in die Freiburger Altstadt. Und hier brauchen wir jetzt endlich die Karte, denn in der historischen Altstadt ist Schluss mit den kleinen Schildern, die uns bisher den Weg gezeigt haben. Vorbei an der Synagoge und am Basler Hof geht's über die Kaiser-Josef-Straße zum Kartoffelmarkt. Wir gehen weiter in Richtung Unterlinden, bis wir das Colombischlössle sehen, das in einem idyllischen Park gelegene Museum für Ur- und Frühgeschichte. Am Stadttheater vorbei, sind wir auch schon mitten im Universitätsviertel der Stadt. Erneut überqueren wir die „Kajo" und erreichen über die Fischerau entlang des Gewerbekanals den Adelhauser Platz. Auch hier lädt ein kleines Restaurant zur Einkehr ein, aber wir werden nicht schwach, sondern machen uns am Museum für Moderne Kunst vorbei auf den Weg zur Hausbrauerei Feierling, wo das selbstgebraute Bier aus dem Hahn zischt. Hier machen wir Station.

Die Erfrischung haben wir verdient, ehe es zum kreuz und quer durch die Altstadt und ihren mehr oder weniger bekannten Sehenswürdigkeiten geht. Am Münsterplatz beginnt dann der Endspurt über den Schwabentorsteg, durch die Oberau und an der Maria-Hilf-Kirche vorbei zurück zum Konsumtempel ZO.

Claudia Kleinhans